Ausstellung freedom roads!

wissmann

Europas Stadtlandschaften sind geprägt von Spuren der Kolonialvergangenheit, Straßennamen erinnern bis heute an einst eroberte Gebiete und ehren koloniale Akteure. Doch inzwischen engagieren sich mehr und mehr Initiativen für die kritische Auseinandersetzung mit diesen kolonialen Benennungen.
Berlin Postkolonial e.V. und die Initiative afrika-hamburg zeigen im Kunsthaus Hamburg vom 12. August bis zum 22. September die Ausstellung “freedom roads! – Koloniale Straßennamen – postkoloniale Erinnerungskultur: Geschichte, Kunst und Beteiligung”.

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen aus Wissenschaft, Kunst und Politik für die kritische Kommentierung und – in besonderen Fällen – auch für Umbenennungen von Straßen mit Kolonialbezug ausgesprochen. Die erste Station der Wanderausstellung “freedom roads!” 2010 thematisierte Kolonialstraßen in Berlin-Mitte und gab dabei wichtige Impulse zur derzeitigen Umgestaltung des “Afrikanischen Viertels” zu einem postkolonialen Lern- und Erinnerungsort.

Nun hat auch die Hamburgische Bürgerschaft beschlossen, “das koloniale Erbe” der Stadt aufzuarbeiten. In Hamburg-Wandsbek steht die Umbenennung der Wissmannstraße und des Dominkwegs an. Künftig sollen vor Ort afrikanische Persönlichkeiten gewürdigt werden.

Ort
Kunsthaus Hamburg
Klosterwall 15, Hamburg (U-/S-Bahn Hauptbahnhof/U-Bahn Messberg)

Preis
6 Euro, ermäßigt 4 Euro; Schüler_innen bis 16 Jahre 1,50 Euro, Gruppe ab 10 Personen je 3 Euro

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist vom 13. August bis zum 22. September im Kunsthaus Hamburg zu besuchen, geöffnet ist sie jeweils dienstags bis sonntags von 11-18 Uhr.

Weitere Infos und Begleitprogramm
www.freedom-roads.de

(Bildcollage: HMJokinen)

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