No Divide and Rule

fotolia_44779468_s1.jpgUnd hier ein Beitrag aus der Hauptstadt: Das Ballhaus Naunynstraße und das Magazin freitext gaben am 27. Juni 2013 WissenschaftlerInnen, KünsterInnen und AktivistInnen eine Plattform, um zu diskutieren, wie Hierarchisierungen zwischen den Communities aufgebrochen werden und unterschiedliche Erfahrungshintergründe eine Stärkung bedeuten können – anstatt in die Sackgasse von Entsolidarisierung und Ethnisierung zu steuern. Es disktutieren: Bilgin Ayata, Tayo Onutor, Mutlu Ergün, Grada Kilomba, Isidora Randjelović, Koray Yilmaz-Günay und Kofi Yakpo via skype. (Deutsch/English).

Die rassistischen Mediendiskurse der letzten Jahre und die politischen Kämpfe um eine Neudefinierung der Gesellschaft haben ihre Wirkung auf die verschiedenen Communities of Color gezeigt. Einerseits gibt es Versuche, verstärkt eine gesellschaftliche Debatte über Rassismus anzustoßen, andererseits werden in den Diskussionen über Blackfacing an deutschsprachigen Bühnen und über den Umgang mit rassistischer Sprache in Kinderbüchern die Widerstände dagegen allzu deutlich.

Die Communities lassen sich das nicht immer gefallen: Nach dem Sarrazin-Interview in “Lettre International” 2009 veranstalteten der Zentralrat der Juden und die Türkische Gemeinde Deutschlands eine gemeinsame Pressekonferenz, in der sie die Aussagen Sarrazins verurteilten. Doch wie es zuletzt der Eklat im Taz-lab unter dem Motto “Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen” gezeigt hat, kann statt gemeinsamen Vorgehen sehr schnell auch eine Entsolidarisierung stattfinden, die nur allzu gut in die Karten der rassistischen Gesellschaft spielt.

Dies mag zum einen mit internalisierten sozialen Hierarchiestrukturen auf der einen Seite zusammenhängen, als auch mit unterschiedlichen (Rassismus-) Erfahrungen auf der anderen.

Mitschnitt der Veranstaltung “No Divide and Rule” vom 27. Juni 2013  auf Soundcloud: https://soundcloud.com/rebootfm/no-divide-and-rule

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