Medienberichte zum Senatskonzept

1308buch-zeitung 003Die Früchte jahrelanger Debatten – so titelte die tageszeitung (taz) am 18. Juli 2014 ihren Beitrag über das neue Senatskonzept zur Aufarbeitung von Hamburgs Kolonialgeschichte. Aber ausgerechnet die Perspektive der Leidtragenden werde ausgeblendet, beklagten Verbände, schreibt die taz.  Wenige Tage zuvor, am 12. Juli 2014 titelte das Hamburger Abendblatt: “Senat will koloniales Erbe aufarbeiten – Afrikaner bleiben bislang außen vor”.  Anbei weitere Pressereaktionen zum  Senatskonzept “Aufarbeitung des Kolonialen Erbes in Hamburg”.

„Die Sichtweise der Ewiggestrigen“: Interview mit Prof. Dr. Louis Henri Seukwa in der taz vom 8.10.2014

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Aufarbeitung
Von Bergedorf zum “Geschichtsgarten”
Denkmäler postkolonialer Erinnerung

Bergedorfer Zeitung, 12.07.14

Bald vielleicht können die verbannten Denkmäler dem grünen Schuppen auf der Bergedorfer Sternwarte entfliehen: Nachdem der Senat gestern die Aufarbeitung des “kolonialen Erbes” beschlossen hat, sollen demnächst alle Hamburger erfahren, was der Schutztruppenmajor Hans Dominik (1870-1910) in Kamerun angerichtet hat. Und dass Hermann von Wissmann (1853-1905) als Reichskommissar in der Kolonie “Deutsch-Ostafrika” nicht als “Löwe von Afrika” die Befreiung der Menschen im Blick hatte, sondern ganze Dörfer plündern und niederbrennen ließ.

Die unrühmliche deutsche Geschichte in Afrika sollte seit vielen Jahren aufgearbeitet werden. So fordern es etwa der “Arbeitskreis Hamburg Postkolonial”, das “Kamerun Komitee” und der “Afrikarat Norddeutschland”…

http://www.bergedorfer-zeitung.de/printarchiv/bergedorf/article130073539/Von-Bergedorf-zum-Geschichtsgarten.html

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Hamburger Abendblatt, 12.07.2014

Senat will koloniales Erbe aufarbeiten – Afrikaner bleiben bislang außen vor

Hamburg. Nach jahrelangen Debatten hat der Hamburger Senat jetzt beschlossen, das koloniale Erbe aufzuarbeiten. “Wir werden uns der Geschichte mit mehreren Initiativen stellen und diese große Herausforderung als gesamtstädtische Aufgabe (…) in Angriff nehmen”, sagt Kultursenatorin Barbara Kisseler. Das wissenschaftliche Erinnerungskonzept sieht zwar vor, eine Forschungsstelle an der Universität einzurichten. Auch wollen die Universitäten Dar Es Salaam und Hamburg stärker zusammenarbeiten. Doch jetzt haben die Selbstorganisationen schwarzer und afrikanischer Menschen dagegen protestiert, dass sie von diesem Prozess ausgeschlossen sind. Bislang ist lediglich vorgesehen, dass diese Organisationen, die die Entwicklung des Konzeptes initiiert haben, 2015 an einer wissenschaftlichen Tagung teilnehmen. Ginnie Bekoe, Beiratsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, sagt: “Deutlich wird dabei, dass die Perspektiven von schwarzen Menschen auf Geschichte und Gegenwart unserer Stadt bis heute ganz bewusst übergangen werden.”

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article130073699/Senat-will-koloniales-Erbe-aufarbeiten-Afrikaner-bleiben-bislang-aussen-vor.html

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und noch diese:

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ha&dig=2014%2F07%2F09%2Fa0153&cHash=de43dc5215f92025c30cd9b143c50678

http://www.badische-zeitung.de/kultur-sonstige/hamburg-will-koloniales-erbe-aufarbeiten–87220206.html

http://www.schwaebische-post.de/10403547

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