Auf Altonas kolonialen Spuren

Stadaltona_swtrundgang “… aus Baltimore Toback, aus Surinam Kaffee, aus Afrika Gummi” (Caspar Voght 1752-1839). Auf Altonas kolonialen Spuren. Ein Rundgang am 24. August 2014 zu den Feierlichkeiten 350 Jahre Altona: Prächtige Elbparks, herrschaftliche Villen, repräsentative Kontorhäuser, rentable Manufakturen und einträgliche Schiffswerften gehörten zur Lebenswelt der global agierenden Kaufmänner und Merchant Bankers in Altona. Wir begeben uns auf die Spuren der großbürgerlichen Kolonialhandelsherren. Wir werfen einen prüfenden Blick auf Warenströme und Handelsbilanzen ebenso wie auf die Biographien zwischen hochtönenden Revolutionsideen hier und skrupellosen Geschäftspraktiken in Übersee. Wir spüren den Schicksalen derjenigen nach, die dabei kolonisiert wurden. Wir lernen einen chinesischen Restaurantbesitzer kennen, zwei kamerunische Prinzen und einen jüdischen Anwalt, die in Altona mit friedlichen Mitteln gegen das koloniale Unrecht kämpften.

Die Route führt über die Königsstraße zur Palmaille, die eine der ältesten Straßen der Stadt ist. Wir hören Geschichten von den Arbeitswelten am Elbufer, von den Parklandschaften am Elbhang, wir betrachten die Chiffren des Altonaer Rathauses und studieren die verwitterten Grabsteine auf dem historischen Friedhof an der Christianskirche.
Termin: So 24. August, 14 Uhr,  Treff: vor dem Laden Otto Hatje, Zigarrenmacher, Alte Königstr. 5 (nahe S-Königstraße), Dauer: 2,5 Stunden, Teilnahme: EUR 7, ermäßigt EUR 5, Leitung: HMJokinen, bildende Künstlerin und Stadtraumforscherin, Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL, Initiative freedom roads!
und afrika-hamburg.de

Advertisements