Louis Henri Seukwa über das Senatskonzept “Aufarbeitung des Kolonialen Erbes”

Hamburg will seine Kolonialgeschichte aufarbeiten. Die Perspektive der Leidtragenden werde aber ausgeblendet – beschämend, sagt Prof. Dr. Louis Henri Seukwa im taz-Interview vom 8.10.2014: „Die Sichtweise der Ewiggestrigen“. Der Professor für Erziehungswissenschaften an der Fakultät für Wirtschaft und Soziales der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sagt: “Zuerst wissen wir alle, dass die Geschichte immer abhängig von der Historiografie ist – also von der Art, Geschichte zu schreiben. Je nachdem, welche Fakten, Ereignisse und Zeitskalen ich auswähle, komme ich zu einem anderen Ergebnis. Was das Thema Kolonialismus angeht, erfordert seine seriöse wissenschaftliche Aufarbeitung den Einbezug mehrerer wissenschaftlicher Disziplinen wie Literatur, Religion, Kunst, Politik, Soziologie, Erziehungswissenschaft, Linguistik.” Weitere Medienberichte zum Senatskonzept “Aufarbeitung des Kolonialen Erbes” sind hier zu finden.

Advertisements