Koloniale Echos in der HafenCity

P1030699Der Stadtrundgang “Die HafenCity zwischen kosmopolitischem Flair und kolonialen Echos” führt vom Baumwall über die Elbphilharmonie bis zum Überseequartier. Die nächste Tour startet am 21. Juni um 14 Uhr. Die HafenCity möchte ein weltoffenes, internationales Flair vermitteln. Gleichzeitig stehen die Namen vieler Plätze, Straßen und Gebäude für ein eurozentristisches Weltbild. Diese rückwärtsgewandte Namensgebung in einem modernem Stadtteil vertieft die historische Trennung zwischen Norden und Süden. Sie setzt eine Art des Erinnerns und Gedenkens im öffentlichen Raum fort, die die Geschichte des Globalen Südens ignoriert und sie als “Überseehandel” verklärt. Auf unserem Stadtrundgang setzen wir uns mit den Widersprüchen zwischen postmoderner und kolonialer Stadtplanung auseinander. Wir besuchen Orte wie das “Vespucci Haus” und die “Marco-Polo-Terassen” und begegnen dabei einem kosmopolitischem Flair zwischen “Kolonialnostalgie” und einem “Postkolonialismus to go”.

So 21. Juni, 14 Uhr

Leitung
Tania Mancheno (Dipl. Pol.) und Andreas Schneider (Dipl. Ing.)
Ort
U-Bahnstation Baumwall, Ausgang Elbphilharmonie
Dauer
ca. 2 Stunden
Preis
9 Euro, ermäßigt 5 Euro
Veranstalter
Arbeitskreis Hamburg Postkolonial und Eine Welt Netzwerk Hamburg

Jahresprogramm Hafen- und Stadttouren 2015 “Migration, Globalisierung und Kolonialismus”

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