Systematische Abwehr

Der Jurist Maximilian Pichl über Deutschlands Entschädigungspolitik. Trotz der neuen Rede vom “Völkermord” an den Herero und Nama sei die Entschädigungspolitik Deutschlands von einer systematischen Negation der historischen Schuld geprägt, die ihre Zustimmung in Teilen der deutschen Rechtswissenschaft finde.

Völkerrechtsblog

Die Entschädigungspolitik Deutschlands

Maximilian Pichl

“Der Vernichtungskrieg in Namibia von 1904 bis 1908 war ein Kriegsverbrechen und Völkermord.” Dieser Satz aus dem Auswärtigen Amt wird als Kehrtwende der deutschen Erinnerungspolitik gewertet. Zum ersten Mal spricht eine deutsche Bundesregierung in Bezug auf die Verbrechen an den Herero und Nama von einem Genozid. Jüngst hatte auch Bundestagspräsident Norbert Lammert die völkerrechtswidrigen Verbrechen im heutigen Namibia benannt. Trotz dieses Eingeständnisses ist die Entschädigungspolitik Deutschlands von einer systematischen Negation der historischen Schuld geprägt, die ihre Zustimmung in Teilen der deutschen Rechtswissenschaft findet.

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