Ausstellung Ovizire ∙ Somgu

IMG_4712Die Ausstellung “Ovizire ∙ Somgu: Von woher sprechen wir?” ist noch bis zum 14. April 2019 im Museum am Rothenbaum (MARKK) zu sehen. Sie markiert den Abschluss eines einjährigen Kunst- und Forschungsprojektes, das die Künstler*innen Vitjitua Ndjiharine, Nashilongweshipwe Mushaandja, Nicola Brandt und die Historikerin Ulrike Peters in Hamburg zusammenbrachte, um ein Gespräch über die geteilte deutsch-namibische Geschichte,  das (post-) koloniale Erbe und die uneinheitliche Erinnerung an den Genozid an den Ovaherero und Nama (1904-1908) anzustoßen. Ausgangspunkt war ein Fotobestand des Museums, der größtenteils während der deutschen Kolonialzeit in Namibia durch deutsche  Wissenschaftler, Kaufleute und Militärs hergestellt wurde. Die Ausstellung präsentiert Performances, Video- und Soundinstallationen, Fotografien und Fotocollagen, die anhand des Fotobestandes gängige Narrative kolonialer Herrschaft hinterfragen und bisher unterdrückte, widerständige Geschichten erzählen. Die Verwendung der Ojtiherero- und Khoekhoegowab-Wörter  Ovizire und Somgu im Ausstellungstitel, die sich beide mit „Schatten“ übersetzen lassen, verweisen auf den Anspruch der Ausstellung, eine kritische Lesart des Fotobestandes anhand seiner Lücken und Schatten anzuregen. (Foto: © decolonizing hamburg)
Mehr dazu: markk-hamburg.de

 

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