Konferenz und Kundgebung

manifestation-jajadiabi-212x300Remember to act! Manifestation: 19. February 2017 at 16pm in St. Pauli Hafenstraße –
Park Fiction and Conference 18. February 2017 at Centro Sociale, Sternstraße 2, from 10am to 9pm. On the 19th of February 2016 Jaja Diabi, 21 years old, comes to an early death in the
prison for pre-custody Hahnöfersand. The accusation against him: he was said to be
trading with 1,65 grams of Cannabis. A presumed suicide was diagnosed by the forensic
institute (head of the department: Klaus Püschel).
Veranstaltet von Verwandten Jaja Diabi & der Initiative in Gedenken an Jaja Diabi. Die Veranstalter*innen würden sich freuen, wenn Blumen in den Farben rot, weiß, blau oder grün niedergelegt werden. More information and programme: https://rememberjajadiabi.blackblogs.org/

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Redebeitrag der Ramazan Avcı Initiative

Die Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı hat am 21. Dezember 2016 zu einer Kundgebung am Ranzan Avcı Platz in Hamburg aufgerufen. In ihrem Redebeitrag [pdf] sagt sie u.a.: “Eine Selbstverständlichkeit muss es werden, dass gemeinsam mit den Opferfamilien die Formen des Erinnerns und des Widerstands erarbeitet werden. Wir stehen am Anfang einer neuen Form des Widerstands an, der dazu führen wird, dass etablierte und formalisierte Formen des Erinnerns sich ändern werden. Dies wird mit einer Selbstermächtigung und Subjektwerdung der Opferfamilien einhergehen. Niemand kann den Familien ihre Angehörigen zurückholen, aber wir können helfen sie aus der ihnen zugewiesenen Objektrolle raus zu holen und ihnen eine Stimme zu geben. Dem Botschaft der Täter, dass die Opfer aus der Gesellschaft gelöscht werden sollen, können wir entgegen treten in dem wir gemeinsam mit den Opferangehörigen erklären: Wir sind hier, und wir sind Teil dieser Gesellschaft. Das Erinnern ist kein Selbstzweck, sondern unsere politische Botschaft.” In der taz nord vom 21. Dezember 2016 gibt es zudem ein Interview mit Ünal Zeran von der Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı.

 

Gedenken an Ramazan Avcı

Die Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı lädt zu einer Kundgebung ein, die am 21. Dezember 2016 um 18 Uhr am Ramazan Avcı Platz in Hamburg stattfinden wird. Am 21. Dezember 1985 wurde Ramazan Avcı zusammen mit seinem Bruder und einem Freund am Bahnhof Landwehr aus einer bekannten Skinheadkneipe heraus angegriffen. Sein Bruder und der Freund konnten in letzter Sekunde in einen Linienbus fliehen, der ebenfalls von den Nazis angegriffen wurde. Ramazan Avcı rannte auf die Fahrbahn und wurde von einem Auto erfasst und meterweit durch die Luft geschleudert. Nach dem er auf der Straße aufschlug, liefen mindestens drei Skins auf ihn zu. Ramazan Avcı wurde auf dem Boden liegend mit Baseballschlägern, Axtknüppeln und Fußtritten brutal malträtiert und verstarb am 24. Dezember an den Folgen dieser Schläge im Krankenhaus. Wenige Tage später wurde sein Sohn geboren, der nach ihm benannt wurde. Auf FSK lief kürzlich ein Interview mit Gülistan Avcı, der damaligen Partnerin des Ermordeten.

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Kontinuitäten des (Nicht-)Erinnerns

 d281552796Veranstaltung am 16. November 2016: Kontinuitäten des (Nicht-)Erinnerns – Konzepte und Diskussionen zu Gedenkpolitiken für Opfer rechter Gewalt in der W3. In der Veranstaltung der Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Hamburg, empower, befassen sich Initiativen und Aktivist_innen zu Gendenken an Opfer rechter Gewalt mit Gedenkpolitiken und unterschiedlichen Formen des Erinnerns. Nicht zuletzt widmet sich die Veranstaltung den Brüchen und Lücken sowie der Abwehr und dem Verschweigen an rechter, rassistischer Gewalt und Formen der Nicht-Anerkennbarkeit der Betroffenen-Perspektiven.

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»Das hat mich sehr erschüttert«

jephtaInterview mit Jephta Nguherimo über den Völkermord an den Herero und Nama und koloniale Geschmacklosigkeiten in Hamburg: Der Aktivist und Forscher lebt in Washington, D.C. und ist Mitbegründer des Ovaherero/Mbanderu and Nama Genocide Institute (ONGI) in den USA. Er beteiligte sich an der Organisation der ersten transnationalen Konferenz zum deutschen Völkermord an den Ovaherero und Nama mit dem Titel »Restorative Justice after Genocide«, die Mitte Oktober 2016 in Berlin stattfand. Mehr als 50 Vertreter der Ovaherero und Nama aus Namibia, den USA, Deutschland, Kanada und Großbritannien sowie etwa 100 weitere Teilnehmer beschäftigten sich mit der aktuellen Auseinandersetzung um Entschuldigung und Entschädigung. Begleitet wurde der Kongress von Protesten, darunter ein Marsch zum Berliner Schloss samt Humboldt-Forum, dem Ort der ehemaligen Residenz des für den Völkermord von 1904 bis 1908 verantwortlichen Kaisers Wilhelm II. (Foto: privat) Continue reading

Kostenloses Seminar für Geflüchtete und andere Neu-Hamburger_innen

13161792_270467283289579_8644309787845296288_oAn zwei Wochenenden im September bietet der Volkhochschulverein Hamburg-Ost und die Volkshochschule Hamburg ein kostenloses Seminar für Geflüchtete und andere Neu-Hamburger und Hamburgerinnen mit Deutsch als Zweitsprache (Sprachniveau A2) an. Es geht um das Ankommen in Hamburg und das Kennenlernen der Stadt mit vielen Ausflügen, Stadtrundgängen, Filmen und Gesprächen. Das Seminar findet vom 2. bis 4. September und vom 9. bis 11. September 2016 im Karolinenviertel, VHS-Haus Dr. Alberto-Jonas, Karolinenstraße 35 statt. Continue reading

Manga-Bell-Weg in Ohlsdorf

Emily-Rudolf-MangaBellHamburg war mit Berlin eine der deutschen Kolonialmetropolen und besitzt neuerdings die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“. Was würde eine Dekolonisierung des Hamburger Stadtraums für Ohlsdorf bedeuten? Das fragen die Willi-Bredel-Geschichtswerkschaft und der Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL. Am 23. Juni 2016 ab 18.30 Uhr laden sie zur Veranstaltung “Warum der Woermannsweg in Manga-Bell-Weg umbenannt werden sollte” [pdf] ein. Sie beginnt mit einer Stadtteiltour rund um den Justus-Strandes-Weg und den Woermannsweg/-stieg. Außerdem steht ein „Markt der Informationen“ über deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun, antikolonialen Widerstand und Hamburgs Dekolonisierung auf dem Programm. Continue reading