Herero-genocide without apology and compensation?

jephta111 yeamurangirs ago, the German colonial army ordered the extermination of the Herero people in what was then “German South-West Africa” – a colony of the German Empire. During summer this year, President of the Bundestag Norbert Lammert for the first time called the massacres “genocide”. The Federal Government now also talks about “genocide” in this context, albeit somewhat reluctantly. The descendants of the victims expect an official apology from the German government, their immediate inclusion in the German-Namibian reconciliation talks and that all human remains taken by Germany be returned. On the occasion of the international Colonial Reparation Day on 12 October, 5pm, Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. hosts a talk with Kavemuii Murangi (re.) and Jefta Uaravaera Nguherimo (li.) (OvaHerero/ Mbanderu and Nama Genocides Institute, ONGI), and Jürgen Zimmerer (University of Hamburg). They will discuss the genocide, the struggles for recognition and reparation, and current developments in Germany and Namibia. Continue reading

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Mehr als ein Wort

P1130228Vor 100 Jahren hörte die Kolonie Deutsch-Südwestafrika auf zu existieren, die Auseinandersetzung mit den Folgen fängt erst an. Am 9. Juli 1915 kapitulierte die kaiserliche Schutztruppe vor den Soldaten unter General Luis Botha aus der Südafrikanischen Union. Diese hatte als Mitglied des britischen Empire dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Das Gebiet – ungefähr anderthalbmal so groß wie das deutsche Kaiserreich – wechselte den Besatzer. 1919 übertrug der Friedensvertrag von Versailles die deutsche Siedlungskolonie an die südafrikanische Verwaltung. Erst 1990 erlangte Namibia die Unabhängigkeit. Anlässlich des Jahrestags sind über 150 Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Kirchen, Kultur und Verbänden mit dem Appell »Völkermord ist Völkermord!« an die Öffentlichkeit getreten. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Wissenschaftler, die ehemalige Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), der erste Botschafter der DDR in Namibia, Hans-Georg Schleicher, der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby sowie der Vorsitzende des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Moctar Kamara. Continue reading

Gedenken mit QR-Code

Vor 100 Jahren verlor das Kaiserreich die Kolonie Deutsch-Südwestafrika, Ort des Herero-Genozids. In Hamburg wird nirgends der Opfer gedacht, obwohl man Grund dazu hätte. Mehr dazu im Artikel von Anke Schwarzer auf Zeit Online vom 8. Juli 2015. Der Hamburger Baakenhafen ist historisches Gelände. Das sollte man nicht glauben, begeht man heute das karge Gewerbegebiet gegenüber der teuren Hafencity. Wohnungen sollen hier jetzt gebaut werden. Anfang des letzten Jahrhunderts aber legten in dem Hafenbecken die Dampfschiffe der Woermann-Linie Richtung Deutsch-Südwestafrika ab. An Bord: Kaiserliche Schutztruppen, die in der Kolonie den Aufstand der Herero und Nama niederschlagen sollten. Es wurde ein Vernichtungskrieg.

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Lettow-Vorbecks Entmystifizierung

cover-Varendorff_Lettow-VorbeckDer Historiker und Buchautor Uwe Schulte-Varendorff spricht am 24. März 2015 um 19.30 Uhr in der Galerie Morgenland über „Paul von Lettow-Vorbeck: Entmystifizierung einer ´Lichtgestalt` der deutschen Militär- und Kolonialgeschichte”. Den General umgibt bis heute der Mythos des unbesiegten, ritterlich kämpfenden Kolonialgenerals, der einer gewaltigen Übermacht trotzte und die ehemalige Kolonie Deutsch-Ostafrika erfolgreich verteidigte. Die Bundeswehr benannte nach ihm Kasernen und in deutschen Städten tragen Straßen noch immer seinen Namen. Doch seine Beteiligung am Völkermord an den Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika und seine brutale und skrupellose Kriegsführung während des Ersten Weltkriegs in Deutsch-Ostafrika werden dabei ebenso ausgeblendet wie die rücksichtslose Niederschlagung der Hamburger Hungerunruhen 1919 und seine Beteiligung am reaktionären Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920. Später unterstützte er die Nationalsozialisten, diente dem „Führer“ als begeisterter Kolonialpropagandist und hielt bis zu seinem Lebensende an seinem verkrusteten Geschichts- und Weltbild fest.

Uhuru heißt Freiheit

Uhuru heißt Freiheit – Performance 25.8.2013. The performance in the former Lettow-Vorbeck-Barracks is reminiscent of the African resistance and remembers the victims of German colonialism. Die Performance auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld erinnert an den afrikanischen Widerstand und gedenkt der Opfer des deutschen Kolonialismus. With/Mit: Israel Kaunatjike, Zaida Horstmann, Christian Kopp

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