Hässlichkeit verlernen…

happylandDer koloniale Blick reduziert die Welt auf eine Weltsicht. Die Veranstaltungsreihe “Ansätze zur Dekolonisierung der Gegenwart“ beleuchtet die Auswirkungen dieser eingeschränkten Sicht auf unseren Alltag – in Bildung, Kunst und im öffentlichen Raum – und zeigt Möglichkeiten für alternative Erzählungen auf.  Die Veranstaltungreihe von umdenken, Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg findet im MARKK, Museum am Rothenbaum, statt. Am 27. Februar 2020 um 18 Uhr trägt die visuelle Künstlerin Moshtari Hilal ihren Vortrag “Hässlichkeit verlernen – von künstlerischer Praxis und kolonialer Sehgewohnheit” vor. Es gibt ein anschließendes Gespräch mit Wendy Shaw, Professorin am Kunsthistorischen Institut der freien Universität Berlin. Einritt ist frei. (Bild von Moshtari Hilal)

Leave Happyland

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Der koloniale Blick reduziert die Welt auf eine Weltsicht. Die Veranstaltungsreihe “Ansätze zur Dekolonisierung der Gegenwart“ beleuchtet die Auswirkungen dieser eingeschränkten Sicht auf unseren Alltag – in Bildung, Kunst und im öffentlichen Raum – und zeigt Möglichkeiten für alternative Erzählungen auf.  Die Veranstaltungreihe von umdenken, Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg findet im MARKK, Museum am Rothenbaum, statt und startet am 16. Januar 2020 mit dem Vortrag „Leave Happyland – Bildung für eine dekolonisierte Gesellschaft“ von Sebastian Garbe, Soziologe an der Justus-Liebig University Gießen und Mitglied von frankfurt postkolonial. Im Anschluss sprechen zwei Mitglieder des Beirats zur Dekolonisierung Hamburgs mit dem Vortragenden.

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Werkstattgespräch

Unbenannt

Im MARKK findet am 9. Januar um 19 Uhr ein Werkstattgespäch zur Ausstellung „Der Krieg und die Grammatik” statt. Mit dabei: Bodhari Warsame, Anette Hoffmann und Gabriel Schimmeroth (Moderation). In der Ausstellung werden Tonaufnahmen mit Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs als historische Quellen hörbar gemacht. Einer dieser Gefangenen war Mohamed Nur. Der junge Intellektuelle aus Somalia war mit einem Völkerschauensemble nach Deutschland gereist und wurde während des Ersten Weltkriegs interniert. Im Kriegsgefangenenlager wurden phonographische Aufnahmen von ihm gemacht. 1917 wurde er Sprachassistent am Hamburger Institut für Kolonialsprachen, wo mit seiner Hilfe eine Grammatik des Somali entstand. Die Ausstellung im Zwischenraum nähert sich seinen Sprechtexten und Bildern als Spuren der kolonialen Wissensproduktion und seiner widersprüchlichen, oft rassistischen und exotisierenden visuellen Repräsentation in Deutschland.

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Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, den 13. September 2019 um 17 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses | Dauer: 2 Std. | Teilnahme: EUR 15, ermäßigt EUR 12, min. EUR 7 | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Sonntag, den 23. Juni 2019 um 10 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses | Dauer: 2 Std. | Teilnahme: EUR 15, ermäßigt EUR 12, min. EUR 7 | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

#JusticeForMbobda

Spendenkampagne auf betterplace zur Aufklärung der Verantwortlichkeiten beim Tod von William Tonou-Mbobda am 21. April 2019 im Universitätsklinikum Hamburg UKE. Am Ostersonntag 2019 wurde der Student durch eine ärztlich nicht beaufsichtigte Zwangsfixierung durch „Sicherheitsmitarbeiter“ der UKE-Tochterfirma KLE gewaltsam getötet. Ein dazu notwendiger Beschluss der Ordnungsbehörde der Stadt Hamburg, geschweige denn ein Beschluss der zuständigen Ordungsbehörde zur Zwangsunterbringung war zum Zeitpunkt der Todesfixierung noch nicht beantragt.

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