»Das hat mich sehr erschüttert«

jephtaInterview mit Jephta Nguherimo über den Völkermord an den Herero und Nama und koloniale Geschmacklosigkeiten in Hamburg: Der Aktivist und Forscher lebt in Washington, D.C. und ist Mitbegründer des Ovaherero/Mbanderu and Nama Genocide Institute (ONGI) in den USA. Er beteiligte sich an der Organisation der ersten transnationalen Konferenz zum deutschen Völkermord an den Ovaherero und Nama mit dem Titel »Restorative Justice after Genocide«, die Mitte Oktober 2016 in Berlin stattfand. Mehr als 50 Vertreter der Ovaherero und Nama aus Namibia, den USA, Deutschland, Kanada und Großbritannien sowie etwa 100 weitere Teilnehmer beschäftigten sich mit der aktuellen Auseinandersetzung um Entschuldigung und Entschädigung. Begleitet wurde der Kongress von Protesten, darunter ein Marsch zum Berliner Schloss samt Humboldt-Forum, dem Ort der ehemaligen Residenz des für den Völkermord von 1904 bis 1908 verantwortlichen Kaisers Wilhelm II. (Foto: privat) Continue reading

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Branntwein, Bibeln und Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, 10. Juni 2016 um 16 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit Sklaven, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 9, ermäßigt EUR 5, Leitung: Kathrin Treins, Veranstalter:  Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL. Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2015 [pdf]

Branntwein, Bibeln & Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, den 15. April 2016 um 16 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 7, ermäßigt EUR 5, Leitung: Kathrin Treins, Veranstalter:  Arbeitskreis Hamburg Postkolonial. Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2016 [pdf]

Herero-genocide without apology and compensation?

jephta111 yeamurangirs ago, the German colonial army ordered the extermination of the Herero people in what was then “German South-West Africa” – a colony of the German Empire. During summer this year, President of the Bundestag Norbert Lammert for the first time called the massacres “genocide”. The Federal Government now also talks about “genocide” in this context, albeit somewhat reluctantly. The descendants of the victims expect an official apology from the German government, their immediate inclusion in the German-Namibian reconciliation talks and that all human remains taken by Germany be returned. On the occasion of the international Colonial Reparation Day on 12 October, 5pm, Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. hosts a talk with Kavemuii Murangi (re.) and Jefta Uaravaera Nguherimo (li.) (OvaHerero/ Mbanderu and Nama Genocides Institute, ONGI), and Jürgen Zimmerer (University of Hamburg). They will discuss the genocide, the struggles for recognition and reparation, and current developments in Germany and Namibia. Continue reading

Branntwein, Bibeln und Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, den 18. September um 17.30 Uhr. Das ist die letzte Gelegenheit in diesem Jahr! Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 7, ermäßigt EUR 5, Leitung: Mina Ringel und Kathrin Treins, Veranstalter:  EWNW e.V. und Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2015 [pdf]

Branntwein, Bibeln und Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am 24. April um 17.30 Uhr (und am 8. Mai). Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit Sklaven, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 7, ermäßigt EUR 5, Leitung: Mina Ringel und Kathrin Treins, Veranstalter:  EWNW e.V. und Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2015 [pdf]

Interview mit Israel Kaunatijke

israelAuf Deutschlandradio Kultur spricht Israel Kaunatijke über die Verbrechen an den Herero im damaligen “Deutsch-Südwestafrika”. Im Interview erzählt der Herero von seinen beiden deutschen Großvätern, seinen namibischen Großmüttern und seiner Kindheit in der Zeit der Apartheid. Mit 17 Jahren verlässt er Namibia und lässt sich in Ägypten für den Kampf gegen das Apartheidregime ausbilden. Wir erfahren, wie Israel Kaunatijke nach Berlin gelangt ist, wo er seit vielen Jahrzehnten lebt, und wie er den Rassismus in Deutschland wahrnimmt. 2013 hat er übrigens in Hamburg an der Performance Uhuru heißt Freiheit auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne mitgewirkt. Dort steht ein “Trotha-Haus”, benannt nach dem Generalleutnant der deutschen Kolonialarmee, der vor über 110 Jahren die Vernichtung der Herero und Nama befahl. Heute dient es – ungeheuerlicherweise – als Studentenheim der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr.