Black History Month

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Alljährlich im Februar wird in den USA und zahlreichen anderen Ländern der “Black History Month” veranstaltet. In Hamburg gibt es noch bis zum 5. März 2016  künstlerische Musiksdarbietungen, Tanzperformances, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen, Filme, Poetry, Lesungen, Workshops und Talkshows. Die Tradition geht bis ins Jahr 1926 zurück, als der Historiker Carter G. Woodson die “Negro History Week” initiierte, um über Errungenschaften Schwarzer Geschichte zu informieren. Seit dem ersten Hamburger BHM 1996, der anfangs in kleinerem Rahmen von der US-amerikanischen Sängerin Cynthia Utterbach organisiert wurde, ist die Popularität und die Größe des Events in der Hansestadt stetig gewachsen. Die Veranstaltungen des BHM stehen allen interessierten Menschen offen: Programm 2016

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Performing Back in Hamburg

Erinnerung ist keine Wellness-Oase, aber trotzdem eine Reise wert. Das schwere Erbe im Gepäck, besucht Simone Dede Ayivi am 9. und 10. Oktober im Lichthof-Theater in Hamburg das Gestern in den Städten von heute. Sie schreibt Postkarten von zu Hause in die Heimat und umgekehrt, um dem Vergessen gegenüberzutreten. Performing Back ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit. Im Mittelpunkt der Performance steht die akribische Spurensuche im scheinbar unscheinbaren Stadtbild zwischen Autobahn und Schwänchenteich. Die Veranstaltung findet im Rahmen von 30 Jahre Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und in Kooperation mit dem AK Hamburg Postkolonial und der AG Queer Studies Uni Hamburg statt. Continue reading

We don´t contemporary!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute beginnt die neue Spielzeit auf Kampnagel mit WE DON’T CONTEMPORARY, einem postkolonialen Festival für Tanz, Theater und Musik, hauptsächlich mit Stücken afrikanischer Künstler_innen. In der kommenden Woche gibt es vom 1. bis zum 3. Oktober jeweils um 19 Uhr vor den Vorstellungen je einen  Vortrag über dekolonisierte Wissensproduktion, den postkolonialen Blick auf afrikanische Kunst und über „Afrofuturismus“. Der Titel spielt auf den Zwang an, den viele afrikanischer Kunstschaffende empfinden, wenn es um die Etikettierung ihrer Produktionen geht. Sie entwickeln auf der Basis ihrer Traditionen eine eigene Zeitgenossenschaft und setzen sich auch mit dem Begriff kritisch auseinander. “Denn sie erleben es als eine Art Gefängnis, immer zu fragen: Was ist traditionell, was ist zeitgenössisch? Es sind Künstler, die eine sehr persönliche Handschrift haben. Und sie haben ein Problem damit, als Künstler auf ihre Herkunft reduziert zu werden”, so die Co-Kuratorin Melanie Zimmermann in der taz. Continue reading

Ausstellung “Lebendige Ketten”

pressonly_kette Noch bis zum 31. Mai 2015 ist im Völkerkundemuseum die Ausstellung “Lebendige Ketten – Hommage an Afrika und seine Menschen” des Fotografen Jérôme Kouadio zu sehen. Vor 130 Jahren fand in Berlin die Afrika-Konferenz statt. Dort teilten die Kolonialmächte den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Seit über fünfzig Jahren sind die meisten dieser Länder unabhängig. Die ehemaligen Kolonialmächte nehmen in ihren verlorenen Kolonien jedoch noch immer Einfluss auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Jérôme Kouadio bearbeitet die heutige Situation Afrikas und die Nachwirkungen der Kolonisation künstlerisch in seinem nationalen und internationalen fotografischen Projekt „Lebendige Ketten“. Die Kette ist als Symbol für Unterwerfung, Abhängigkeit, Gefangenschaft und Unterdrückung unmittelbar visuell verständlich.

 

POLITICAL BODIES

1130_IMG_2705Ein Tanz- und Musikprojekt mit den besten Bboys & Rappern der Hip-Hop Szene Senegals, inspiriert von der politischen Bewegung “Y’en a Marre” ist diese Woche auf Kampnagel zu sehen. Am 6. und 7. Februar findet begleitend ein internationales Symposium zur politischen Bedeutung des HipHop statt. Im Juni 2011 wurde der Senegal von Massenprotesten erschüttert: Angeführt von bekannten Künstlern und Intellektuellen gründete sich die Bürgerbewegung »Y’en a marre« (deutsch: »Mir reicht’s!«), die sich gegen die politischen Missstände im Land richtete. Protagonisten waren u. a. Rapper und Breakdancer, die auf öffentlichen Plätzen eine massenwirksame Protestform kreierten, die sie »Urban Poetry Guerilla « nannten. Continue reading

Inverted Space

GeorgesAdéagboDer in Hamburg und Cotonou lebende Künstler Georges Adéagbo zeigt vom 11. bis zum 15. September 2014 an verschiedenen Orten Hamburgs installative Arbeiten, die sich auf Geschichten in Hamburg und Cotonou beziehen. Die Interventionen sind Erkundungen Hamburgs als kosmopolitischen Raum. Das Werk Georges Adéagbos (geb. 1942 in Cotonou, Benin) findet seit den 1990er Jahren international Beachtung. Seit über 15 Jahren lebt und arbeitet der Künstler mehrere Monate im Jahr in Hamburg. Mit den Aktionen Inverted Space werden Adéagbos Arbeiten erstmals einem breiten Hamburger Publikum vorgestellt. Das Projekt wird kuratiert von Sophie Goltz (Künstlerische Leitung Stadtkuratorin Hamburg) und Stephan Köhler (Kulturforum Süd-Nord e.V.).

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