Werkstattgespräch

Unbenannt

Im MARKK findet am 9. Januar um 19 Uhr ein Werkstattgespäch zur Ausstellung „Der Krieg und die Grammatik” statt. Mit dabei: Bodhari Warsame, Anette Hoffmann und Gabriel Schimmeroth (Moderation). In der Ausstellung werden Tonaufnahmen mit Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs als historische Quellen hörbar gemacht. Einer dieser Gefangenen war Mohamed Nur. Der junge Intellektuelle aus Somalia war mit einem Völkerschauensemble nach Deutschland gereist und wurde während des Ersten Weltkriegs interniert. Im Kriegsgefangenenlager wurden phonographische Aufnahmen von ihm gemacht. 1917 wurde er Sprachassistent am Hamburger Institut für Kolonialsprachen, wo mit seiner Hilfe eine Grammatik des Somali entstand. Die Ausstellung im Zwischenraum nähert sich seinen Sprechtexten und Bildern als Spuren der kolonialen Wissensproduktion und seiner widersprüchlichen, oft rassistischen und exotisierenden visuellen Repräsentation in Deutschland.

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Plünderware aus chinesischen Palästen?

image004Im Februar und März 2019 werden im Zwischenraum des Museums am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt (MARKK) das chinesische Monumentalgemälde “Niederschlagung des Lin Shuangwen-Aufstands auf Taiwan” sowie Gefäße aus Cloisonnée-Emaille gezeigt, die in der Folge des Krieges europäischer, US-amerikanischer und japanischer Armeen gegen die Bewegung der Yihetuan (義和團 / 义和团, Verband für Gerechtigkeit und Harmonie), des sogenannten “Boxerkriegs”, nach Hamburg kamen. In dem Forschungsprojekt “Plünderware aus chinesischen Palästen?” von Dr. Susanne Knödel (Wissenschaftliche Leitung und Abteilungsleitung Asien) werden Objektbiografien erforscht und so die Spuren der Kolonialzeit in der Museumssammlung transparent gemacht. In der experimentellen Ausstellung im Zwischenraum greift das Museum Fragen heikler Provenienzen auf und lädt dazu ein über die Zukunft globaler Sammlungen in europäischen Museen zu diskutieren. U.a. am Donnertag 28. Februar 2019 um 18:30 Uhr. Mehr dazu: markk-hamburg.de
Foto: ©MARKK

Erinnerungskultur in Tansania

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Am Montag, den 22. Februar 2016 um 19 Uhr findet im Museum für Bergedorf und die Vierlande eine Diskussion zum Thema “Erinnerungskultur in Tansania” statt. Über die die Spuren der Kolonialgeschichte in Tansania und den Umgang damit sprechen Flower Manase, Kuratorin am National Museum of Tanzania in Dar es Salaam; Dr. Arnulf Scriba vom Deutschen Historischen Museum in Berlin und Dr. Schanett Riller, Leiterin der Bergedorfer Museumslandschaft. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, es gibt eine Übersetzung und der Eintritt ist frei. Mehr: www.bergedorfer-museumslandschaft.de
Foto: National museum, Dar es Salaam, Tanzania (WT-shared) Digr at wts wikivoyage, CC-by-sa 3.0/de