Der Kuaför aus der Keupstraße

Opfer des NSU-Terrors kommen in Hamburg zusammen: Am Sonntag, den 21. Februar 2016 um 11 Uhr läuft die Filmpremiere von „Der Kuaför aus der Keupstraße“ im Zeise Kino. Im Anschluss an den Film werden der Filmemacher Andreas Maus, Charlotte Schwalb, Mitglied der Initiative „Keupstraße ist überall“, Christiane Schneider, Vizepräsidentin der Hamburger Bürgerschaft, sowie Ibrahim Arslan, Überlebender des rassistischen Brandanschlags von Mölln, mit dem Publikum diskutieren.  Continue reading

Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

IMG_6814Auf einer Kundgebung am 22. August 2015 forderte die Initiative zum Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân erneut die Umbenennung der Hamburger Halskestraße. Dort wurden die beiden Vietnamesen Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags. Dieser jährte sich im August 2015 zum 35. Mal. Der Redebeitrag der Ramazan Avci Initiative schlug auch einen Bogen zur Gegenwart: “Wenn wir heute, 35 Jahre nach den rassistischen Morden an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân hier sind, um ein würdiges Gedenken für die beiden zu fordern, dann tun wir dies nicht nur aus biographischen oder historischen Gründen.Die Gegenwart und die Zukunft können wir nicht verstehen, wenn wir die Vergangenheit nicht kennen. Das Erinnern an rassistische Morde, ist auch ein Kampf, sich die Zukunft zu bewahren und im Idealfall selbst zu bestimmen.” Damals wie heute würden Menschen ihr Lebensumfeld auf der Suche nach Schutz vor Krieg, Vertreibung, sexueller Ausbeutung und Hunger verlassen. “Damals wie heute, sitzen diese Menschen zusammengepfercht in Booten und begeben sich auf eine lebensgefährliche Flucht. Die vietnamesischen boat-people von damals sind die boat people des Mittelmeeres von heute. Damals wie heute, brennen wieder Flüchtlingsunterkünfte und es findet eine rassistische Mobilisierung statt. Continue reading

Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

3629-288x300Die Initiative zum Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân sowie zahlreiche Organisationen fordern die Umbenennung der Hamburger Halskestraße. Dort wurden die beiden Vietnamesen Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags. Dieser jährt sich im August 2015 zum 35. Mal. Verübt wurde der Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in der Hamburger Halskestraße in der Nacht zum 22. August 1980 von zwei Mitgliedern der terroristischen Neonazigruppe „Deutsche Aktionsgruppen“. Bis heute erinnert in Hamburg nichts an den Tod von Đỗ Anh Lân und Nguyễn Ngọc Châu. Die ehemalige Flüchtlingsunterkunft ist inzwischen ein Hotel. Die Initiative freut sich über weitere Unterstützer_innen, die den Aufruf unterzeichnen. Außerdem fordert sie neben der Straßenumbenennung auch die entsprechende Umbenennung der Bushaltestelle am Tatort sowie eine fest installierte Gedenktafel, die die Ereignisse dokumentiert und an die beiden Opfer erinnert. “Die Taten gelten als die ersten dokumentierten rassistisch motivierten Morde nach 1945, auch wenn es sicher eine Dunkelziffer zwischen 1945 und 1980 gibt”, sagt der Politikwissenschaftler Kien Nghi Ha. Continue reading