Wrong Start in Memory Cultures

Transparente05Independent organisations of Black people and people of Colour as well as
postcolonial NGOs protest against their exclusion from the concept “Hamburg’s
colonial legacy”, set up by the city government. On July 8th Hamburg’s Senate introduced the outlines of a planned memory culture concept to the City Parliament. This is the first city-wide concept in Germany for coming to terms with the colonial past.  The organisations of Black people and the African associations in Hamburg placed emphasis on the fact that they were the ones to initiate that very idea, and in principle they now welcome the plan. However, they explicitly protest against the fact that they have been excluded from the concept development. Furthermore, no efforts seem to have been made to allow a future participation of the descendants of the colonized and of the critical history initiatives. Continue reading

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Fehlstart

Transparente05

Protest gegen das Schimmelmann-Denkmal 2007 (Foto:HMJokinen)

Mehrere Selbstorganisationen Schwarzer und afrikanischer Menschen sowie postkoloniale Initiativen protestieren in einer Presseerklärung [pdf] gegen ihren Ausschluss bei der Erstellung des Senatskonzepts [pdf] zur Aufarbeitung von Hamburgs „kolonialem Erbe“. Der Hamburger Senat hatte am 8. Juli 2014 in seiner Stellungnahme an die Bürgerschaft ein Erinnerungskonzept mit dem Titel “Neustart in der Erinnerungskultur” vorgestellt. Grundsätzlich begrüßen die Verbände Schwarzer und afrikanischer Menschen in Deutschland sowie Hamburgs postkoloniale Initiativen dieses bundesweit erste Konzept zur Aufarbeitung der kolonialen Stadtgeschichte, das sie selbst initiiert und seit Jahren eingefordert haben. Zugleich kritisieren sie den Ausschluss ihrer Vertreter_innen aus der Entwicklung dieses Konzepts, das entsprechend wenig Raum für die zukünftige Beteiligung der Nachfahren kolonisierter Menschen und kritischer Geschichtsinitiativen zulasse. Continue reading

Senatskonzept “Aufarbeitung des kolonialen Erbes” ist fertig

Der Senat hat am 8. Juli 2014 die Entwicklung eines wissenschaftlich ausgearbeiteten Erinnerungskonzeptes zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes in Hamburg beschlossen. Dieser “Neustart in der Erinnerungskultur” bezieht die Städtepartnerschaft mit Dar es Salaam  und das NS-Kasernenensemble in Jenfeld ein. Das Konzept beantworte damit ein Ersuchen der Bürgerschaft vom Juni 2013. Das Parlament hat über das Vorgehen und die Pläne des Senats allerdings nie debattiert. Das bemängelte insbesondere Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Linken-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft: “Der Senat war aufgefordert, bis Ende 2013 über erste Ergebnisse zu berichten. Das hat er versäumt und verabschiedet stattdessen jetzt ohne weitere Diskussionen ein Konzept. Das ist kein guter Stil!“ Man begrüße das Konzept zur Aufarbeitung der Kolonialgeschichte Hamburgs, wundere sich aber darüber, dass der Senat mit keinem Wort die Beteiligung zivilgesellschaftlicher AkteurInnen bei der Umsetzung des Konzepts erwähne. Hierzu habe die Bürgerschaft aber einen klaren Auftrag erteilt. „Ich finde es vollkommen unverständlich, dass hier ein postkoloniales Erinnerungskonzept vorgestellt wird, ohne die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger mit afrikanischer Einwanderungsgeschichte zu erwähnen“, kritisiert Hackbusch. „Hat der Senat vergessen, dass überhaupt erst die jahrelange Arbeit etwa der ,Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland‘ oder des ,Arbeitskreis Postkolonial‘ den Anstoß für die Aufarbeitung dieses Kapitels Hamburger Geschichte gegeben haben?“

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Senat und das koloniale Erbe

Deutsch-Ostafrika-Kriegerdenkmal

Deutsch-Ostafrika-Kriegerdenkmal

Immer noch ehren Denkmäler und Straßennamen deutsche Kolonialverbrecher. Hamburg sucht nun einen neuen Umgang, findet ihn bisher aber nicht. Der  Senat bereitet ein Erinnerungskonzept für die “Aufarbeitung des Kolonialen Erbes” vor. Im Juni 2013 hatte die Bürgerschaft den Senat einstimmig dazu aufgefordert. Dabei soll auch das Bau- und Denkmalensemble der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne  einbezogen werden. Wann der Bericht der Bürgerschaft endlich vorgestellt wird, sagt die Kulturbehörde nicht. Bis Ende Dezember 2013 sollte der Senatsbericht für das gesamtstädtische postkoloniale Erinnerungskonzept vorliegen. Nun ist es Mai und mehrere Fachbehörden müssen sich laut der federführenden Kulturbehörde noch abstimmen. Die Linke-Bürgerschaftsfraktion hakt nun in einer Kleinen Anfrage [pdf] an den Senat nach.
Offensichtlich ist, dass die Behörde keine der Initiativen eingeladen hat, die sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Aspekten des kolonialen Erbes in der Stadt auseinandersetzen, wie etwa der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial oder die Initiative “freedom roads!”. Millicent Adjei vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial ärgert das Top-Down-Vorgehen der Kulturbehörde, die sich zuerst mit den Fachbehörden und der Universität abspreche: “Das ist typisch. Wieder einmal werden People of Colour nicht eingeladen und der Bericht wird hinter verschlossenen Türen angefertigt.”

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