Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Sonntag, den 23. Juni 2019 um 10 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses | Dauer: 2 Std. | Teilnahme: EUR 15, ermäßigt EUR 12, min. EUR 7 | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

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Rundgang “Versteckte Schiffe”

Chilehaus-asr-2015Der nächste Stadtrundgang “Die versteckten Schiffe der Speicherstadt – Kolonialismus und Widerstand” Vom Chilehaus bis Überseequartier findet am Sonntag, den 5. Mai 2019 statt.
Auf einer alternativen Reise in die Geschichte der Stadt setzen wir uns mit dem Symbol des  Schiffs auseinander, das eng mit Hamburg verknüpft ist. Zwischen Speicherstadt und Überseequartier besichtigen wir verschiedene Orte, die sich mit dem Motiv des Schiffs in Verbindung bringen lassen. Die versteckten Schiffe in der Stadt machen die kolonialen Verflechtungen im öffentlichen Raum sichtbar. Sie sind gleichermaßen mit der kolonialen Expansion und Versklavung als auch mit Widerstand, Befreiung und Migration verflochten. Wie nehmen wir diese Verstrickungen wahr? Auf unserer Reise in die Geschichte der Speicherstadt begleiten uns dekoloniale Kritiker*innen und karibische Denker*innen. Ihre historisch-philosophische Arbeit hilft uns, die Verbindung der Stadt Hamburg mit der Symbolik des Schiffs neu zu lesen. (Foto: asr)
Treffpunkt: U-Bahnstation Messberg, Eingang Chilehaus
Dauer: ca. 2 Stunden
Teilnahme: EUR 15, ermäßigt EUR 12, min. EUR 7
Leitung: Andreas Schneider
Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL

 

Stadtrundgang Wandsbek postkolonial

Schimmelmannbueste02protestAm Sonntag, den 31. März 2019 um 13 Uhr startet der Stadtrundgang Wandsbek postkolonial. Er führt vom Rathaus über den Schlossgarten zum jüdischen Friedhof Kattunbleiche: Nach heftigen öffentlichen Protesten, insbesondere der Black Community Hamburg, wurde sie nach knapp zwei Jahren verschämt abgebaut: Die Büste des Heinrich Carl Graf von Schimmelmann samt ihrer umstrittenen Texttafel. Der Bezirk Wandsbek hatte die Bronzeplastik 2006 aufgestellt. Es war ein weiterer Versuch des Ausblendens, Verdrängens und Vergessens eines unerfreulichen Aspektes der Stadtteilgeschichte. Wie funktionierte der transatlantische Handel mit versklavten Menschen, der Schimmelmann sehr reich und Wandsbek zu einem florierenden Marktplatz für Baumwolle, Schnaps und Schokolade machte? Zwischen Rathaus, Schlossgarten und dem jüdischen Friedhof Kattunbleiche stoßen wir auf weitere Zeugnisse der kolonialen Vergangenheit und gehen der Frage nach, wie heute mit ihr umgegangen wird.

Treffpunkt: vor der Christuskirche, Schlossstraße 78 (gegenüber U-Bahn/Busbahnhof Wandsbek-Markt) Dauer: ca. 2 Stunden | Teilnahme: 15 €, ermäßigt 12 €, min. 7 € Leitung: Millicent Adjei und Kathrin Treins Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL

Das Programm 2019 ist fertig!

OHNE-hafenrundfahrt2017_banner_gr2-3Auf der Barkasse, mit dem Fahrrad und zu Fuß: Die Hafen- und Stadttouren rund um die Themen Migration, Kolonialismus, National-sozialismus und Globalisierung starten am 30. und 31. März 2019. Mehrere Initiativen begeben sich dieses Jahr wieder auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung. Bis Ende Oktober bieten sie fast 70 Veranstaltungen an, darunter die Klassiker “Von Schatzkisten und Pfeffersäcken”, „Branntwein, Bibeln und Bananen“ sowie „Vom Kautschukballen zum Container – Kolonialwaren an der Süderelbe“.
Aber auch neue Touren sind im Programm: 1919 wurde aus Hamburgs Kolonialinstitut die Universität. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums gibt es am 25. Mai die Gebäudeerkundung „Echos unter der Weltkuppel – Eine postkolonial-performative Kartierung des Universitätshauptgebäudes“. Zudem bietet die KZ-Gedenkstätte Neuengamme neben den Hafenrundfahrten auch Fahrradtouren, eine Alsterkanalfahrt sowie eine Kanutour an. Continue reading

Stadtrundgang Wandsbek postkolonial

Schimmelmannbueste02protestVom Rathaus über den Schlossgarten zum jüdischen Friedhof Kattunbleiche: Nach heftigen öffentlichen Protesten, insbesondere der Black Community Hamburg, wurde sie nach knapp zwei Jahren verschämt abgebaut: Die Büste des Heinrich Carl Graf von Schimmelmann samt ihrer umstrittenen Texttafel. Der Bezirk Wandsbek hatte die Bronzeplastik 2006 aufgestellt. Es war ein weiterer Versuch des Ausblendens, Verdrängens und Vergessens eines unerfreulichen Aspektes der Stadtteilgeschichte. Wie funktionierte der transatlantische Handel mit versklavten Menschen, der Schimmelmann sehr reich und Wandsbek zu einem florierenden Marktplatz für Baumwolle, Schnaps und Schokolade machte? Zwischen Rathaus, Schlossgarten und dem jüdischen Friedhof Kattunbleiche stoßen wir auf weitere Zeugnisse der kolonialen Vergangenheit und gehen der Frage nach, wie heute mit ihr umgegangen wird.
Termin: So 21. Oktober, 13 Uhr, Treff: Christuskirche/Wandsbeker Markt, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Leitung: Kathrin Treins und Millicent Adjei (Vorsitzende des Afrikanischen Bildungszentrums Arca e.V.), Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL

Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Sonntag, den 19. August 2018 um 13 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäusser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses |Dauer: 2 Std. | Teilnahme: 7/5 € | Leitung: Mina Ringel | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

Altona im atlantischen Menschenhandel

objekt8a1aAm 24. Juni 2018 um 15 Uhr startet der Stadtrundgang “aus Baltimore Toback, aus Surinam Kaffee, aus Afrika Gummi”* – Altona im atlantischen Menschenhandel in der Alten Königstraße 5, vor dem Laden des Zigarrenmachers (S-Bahn Königstraße). Prächtige Elbparks, herrschaftliche Villen, repräsentative Kontorhäuser, rentable Manufakturen und einträgliche Schiffswerften gehörten zur Lebenswelt der global agierenden Kaufmänner in Altona. Wir begeben uns auf die Spuren der großbürgerlichen Kolonialhandelsherren und Menschenhändler. Wir werfen einen prüfenden Blick auf Warenströme und Handelsbilanzen, ebenso auf die Biographien zwischen hochtönenden Revolutionsideen hier und skrupellosen Geschäftspraktiken in Übersee. Wir spüren den Schicksalen derjenigen nach, die dabei versklavt und kolonisiert wurden und derjenigen, die gegen das koloniale Unrecht aufstanden.

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