Altona im atlantischen Menschenhandel

objekt8a1aAm 24. Juni 2018 um 15 Uhr startet der Stadtrundgang “aus Baltimore Toback, aus Surinam Kaffee, aus Afrika Gummi”* – Altona im atlantischen Menschenhandel in der Alten Königstraße 5, vor dem Laden des Zigarrenmachers (S-Bahn Königstraße). Prächtige Elbparks, herrschaftliche Villen, repräsentative Kontorhäuser, rentable Manufakturen und einträgliche Schiffswerften gehörten zur Lebenswelt der global agierenden Kaufmänner in Altona. Wir begeben uns auf die Spuren der großbürgerlichen Kolonialhandelsherren und Menschenhändler. Wir werfen einen prüfenden Blick auf Warenströme und Handelsbilanzen, ebenso auf die Biographien zwischen hochtönenden Revolutionsideen hier und skrupellosen Geschäftspraktiken in Übersee. Wir spüren den Schicksalen derjenigen nach, die dabei versklavt und kolonisiert wurden und derjenigen, die gegen das koloniale Unrecht aufstanden.

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Hafen- und Stadttouren 2018

Das Programm 2018 [pdf] ist fertig! Auf der Barkasse und zu Fuß: Die Hafen- und Stadttouren rund um die Themen Migration, Kolonialismus, Nationalsozialismus und Globalisierung starten am Sonntag, den 23. März 2018 um 16 Uhr mit dem neuen Stadtrundgang “Refugees Struggles in Hamburg”. Mehrere Initiativen begeben sich dieses Jahr wieder auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung. Bis Ende Oktober bieten sie über 50 Veranstaltungen an, darunter die Klassiker “Von Schatzkisten und Pfeffersäcken”, „Branntwein, Bibeln und Bananen“ sowie „Vom Kautschukballen zum Container – Kolonialwaren an der Süderelbe“. Continue reading

Rundgang “Versteckte Schiffe”

Chilehaus01Kolonialismus und Widerstand – Vom Chilehaus bis zum Überseequartier: Auf einer alternativen Reise in die Geschichte der Stadt setzen wir uns mit dem Symbol des Schiffs auseinander, das eng mit Hamburg verknüpft ist. Zwischen Speicherstadt und Überseequartier besichtigen wir verschiedene Orte, die sich mit dem Motiv des Schiffs in Verbindung bringen lassen. Die versteckten Schiffe in der Stadt machen die kolonialen Verflechtungen im öffentlichen Raum sichtbar. Sie sind gleichermaßen mit der kolonialen Expansion und Versklavung als auch mit Widerstand, Befreiung und Migration verflochten. Wie nehmen wir diese Verstrickungen wahr? Auf unserer Reise in die Geschichte der Speicherstadt begleiten uns dekoloniale Kritiker_innen und karibische Denker_innen. Ihre historisch-philosophische Arbeit hilft uns, die Verbindung der Stadt Hamburg mit der Symbolik des Schiffs neu zu lesen. Sonntag, den 17. September 2017, 11 Uhr, Ort: U-Bahnstation Messberg, Eingang Chilehaus, Leitung: Tania Mancheno (Dipl. Pol.) und Andreas Schneider (Dipl. Ing.), Dauer ca. 2 Stunden, Teilnahme: 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL

Branntwein, Bibeln und Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, 10. Juni 2016 um 16 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit Sklaven, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 9, ermäßigt EUR 5, Leitung: Kathrin Treins, Veranstalter:  Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL. Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2015 [pdf]

Branntwein, Bibeln und Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Sonntag, den 22. Mai 2016 um 13 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 7, ermäßigt EUR 5, Leitung: Kathrin Treins, Veranstalter:  Arbeitskreis Hamburg Postkolonial. Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2016 [pdf]

Koloniale Echos in der HafenCity

P1030699Der Stadtrundgang “Die HafenCity zwischen kosmopolitischem Flair und kolonialen Echos” führt vom Baumwall über die Elbphilharmonie bis zum Überseequartier. Die nächste Tour startet am Samstag, den 30. April um 13 Uhr. Die HafenCity möchte ein weltoffenes, internationales Flair vermitteln. Gleichzeitig stehen die Namen vieler Plätze, Straßen und Gebäude für ein eurozentristisches Weltbild. Diese rückwärtsgewandte Namensgebung in einem modernem Stadtteil vertieft die historische Trennung zwischen Norden und Süden. Sie setzt eine Art des Erinnerns und Gedenkens im öffentlichen Raum fort, die die Geschichte des Globalen Südens ignoriert und sie als “Überseehandel” verklärt. Auf unserem Stadtrundgang setzen wir uns mit den Widersprüchen zwischen postmoderner und kolonialer Stadtplanung auseinander. Wir besuchen Orte wie das “Vespucci Haus” und die “Marco-Polo-Terassen” und begegnen dabei einem kosmopolitischem Flair zwischen “Kolonialnostalgie” und einem “Postkolonialismus to go”.

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Stadt- und Hafentouren 2016

hafenrundfahrt2016_bannerDas Programm 2016 [pdf] ist fertig! Auf der Barkasse und zu Fuß: Die Hafen- und Stadttouren rund um die Themen Migration, Kolonialismus und Globalisierung starten im April. Der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial, die Hafengruppe Hamburg, die Willi-Bredel-Geschichtswerkstatt, das Afrikanische Bildungszentrum (Arca), das St. Pauli Archiv, die Initiative “freedom roads!” sowie Grenzgänger im Netzwerk Migration in Europa begeben sich auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung. Bis Ende Oktober bieten die Vereine und Initiativen über 40 Veranstaltungen an, darunter die Klassiker “Von Schatzkisten und Pfeffersäcken” und “Branntwein, Bibeln und Bananen” sowie eine Reihe neuer Touren wie zum Beispiel “Arbeit auf See und im Hafen”. Continue reading