13. Gedenkmarsch in Berlin

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Plünderware aus chinesischen Palästen?

image004Im Februar und März 2019 werden im Zwischenraum des Museums am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt (MARKK) das chinesische Monumentalgemälde “Niederschlagung des Lin Shuangwen-Aufstands auf Taiwan” sowie Gefäße aus Cloisonnée-Emaille gezeigt, die in der Folge des Krieges europäischer, US-amerikanischer und japanischer Armeen gegen die Bewegung der Yihetuan (義和團 / 义和团, Verband für Gerechtigkeit und Harmonie), des sogenannten “Boxerkriegs”, nach Hamburg kamen. In dem Forschungsprojekt “Plünderware aus chinesischen Palästen?” von Dr. Susanne Knödel (Wissenschaftliche Leitung und Abteilungsleitung Asien) werden Objektbiografien erforscht und so die Spuren der Kolonialzeit in der Museumssammlung transparent gemacht. In der experimentellen Ausstellung im Zwischenraum greift das Museum Fragen heikler Provenienzen auf und lädt dazu ein über die Zukunft globaler Sammlungen in europäischen Museen zu diskutieren. U.a. am Donnertag 28. Februar 2019 um 18:30 Uhr. Mehr dazu: markk-hamburg.de
Foto: ©MARKK

Black History Month 2019

50445782_10156353748384563_2594956327562248192_nHeute startet das Programm des Black History Month in Hamburg! Es geht los mit Konzert und Party und es geht weiter mit Vorträgen, Poetry Slam und Workshops. Das Programm ist auf facebook zu finden: www.facebook.com/bhmhamburg
Elaine Thomas bietet zudem im Rahmen des Black History Month Kurse an der Hamburger Volkshochschule (VHS) an: am 16.2.2019 The Black Panthers – History, Movement & Philosophy (ab Englisch B2) und am 23.2.2019 Menschenzoo.
Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month (BHM) gefeiert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück, als der Historiker Carter G. Woodson eine Veranstaltungsreihe initiierte, um die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen der afro-amerikanischen Bevölkerung aufmerksam zu machen.

Plakat designed by www.instagram.com/nicolebenewaah

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Ausstellung Ovizire ∙ Somgu

IMG_4712Die Ausstellung “Ovizire ∙ Somgu: Von woher sprechen wir?” ist noch bis zum 14. April 2019 im Museum am Rothenbaum (MARKK) zu sehen. Sie markiert den Abschluss eines einjährigen Kunst- und Forschungsprojektes, das die Künstler*innen Vitjitua Ndjiharine, Nashilongweshipwe Mushaandja, Nicola Brandt und die Historikerin Ulrike Peters in Hamburg zusammenbrachte, um ein Gespräch über die geteilte deutsch-namibische Geschichte,  das (post-) koloniale Erbe und die uneinheitliche Erinnerung an den Genozid an den Ovaherero und Nama (1904-1908) anzustoßen. Ausgangspunkt war ein Fotobestand des Museums, der größtenteils während der deutschen Kolonialzeit in Namibia durch deutsche  Wissenschaftler, Kaufleute und Militärs hergestellt wurde. Die Ausstellung präsentiert Performances, Video- und Soundinstallationen, Fotografien und Fotocollagen, die anhand des Fotobestandes gängige Narrative kolonialer Herrschaft hinterfragen und bisher unterdrückte, widerständige Geschichten erzählen. Die Verwendung der Ojtiherero- und Khoekhoegowab-Wörter  Ovizire und Somgu im Ausstellungstitel, die sich beide mit „Schatten“ übersetzen lassen, verweisen auf den Anspruch der Ausstellung, eine kritische Lesart des Fotobestandes anhand seiner Lücken und Schatten anzuregen. (Foto: © decolonizing hamburg)
Mehr dazu: markk-hamburg.de

 

Premiere “Kaminos de leche i miel”

Kaminos-de-leche-i-miel-documentalDer Dokumentarfilm “Kaminos de leche i miel – Sephardisches Leben in Istanbul ” feiert am Freitag, den 1. Februar 2019 endlich Weltpremiere! Start ist um 19:00 Uhr im Metropolis-Kino. Der größte Teil der jüdischen Gemeinde in Istanbul sind sephardische Juden und Jüdinnen. Die Sephard*innen wurden 1492 aus Spanien vertrieben. Viele von ihnen haben über fünf Jahrhunderte in der Türkei gelebt.
Die Protagonist*innen sind alle Istanbuler*innen, ihre Sprache ist Türkisch, aber sie sprechen noch teilweise die alte spanische Sprache, die ihre Vorfahren einst aus Spanien mitbrachten. Sie erzählen über die Veränderungen von der Zeit des osmanischen Reichs bis zur türkischen Republik, über ihre Sprache und Erinnerung, über Identität, Integration, Zugehörigkeit und kulturelle Eigenständigkeit. Die Gespräche wecken ein Verständnis dafür, was für eine Minderheit die sephardischen Juden und Jüdinnen in der Türkei sind, wie eine Koexistenz über so viele Jahre hat funktionieren können und wie diese Themen letztlich von universeller Bedeutung sind. Ein Film von Ainhoa Montoya Arteabaro. Mehr dazu: ainhoafilms.org und esefarad.com

Stadtrundgang Wandsbek postkolonial

Schimmelmannbueste02protestVom Rathaus über den Schlossgarten zum jüdischen Friedhof Kattunbleiche: Nach heftigen öffentlichen Protesten, insbesondere der Black Community Hamburg, wurde sie nach knapp zwei Jahren verschämt abgebaut: Die Büste des Heinrich Carl Graf von Schimmelmann samt ihrer umstrittenen Texttafel. Der Bezirk Wandsbek hatte die Bronzeplastik 2006 aufgestellt. Es war ein weiterer Versuch des Ausblendens, Verdrängens und Vergessens eines unerfreulichen Aspektes der Stadtteilgeschichte. Wie funktionierte der transatlantische Handel mit versklavten Menschen, der Schimmelmann sehr reich und Wandsbek zu einem florierenden Marktplatz für Baumwolle, Schnaps und Schokolade machte? Zwischen Rathaus, Schlossgarten und dem jüdischen Friedhof Kattunbleiche stoßen wir auf weitere Zeugnisse der kolonialen Vergangenheit und gehen der Frage nach, wie heute mit ihr umgegangen wird.
Termin: So 21. Oktober, 13 Uhr, Treff: Christuskirche/Wandsbeker Markt, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Leitung: Kathrin Treins und Millicent Adjei (Vorsitzende des Afrikanischen Bildungszentrums Arca e.V.), Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL