Stadtrundgang Wandsbek postkolonial

Schimmelmannbueste02protestVom Rathaus über den Schlossgarten zum jüdischen Friedhof Kattunbleiche: Nach heftigen öffentlichen Protesten, insbesondere der Black Community Hamburg, wurde sie nach knapp zwei Jahren verschämt abgebaut: Die Büste des Heinrich Carl Graf von Schimmelmann samt ihrer umstrittenen Texttafel. Der Bezirk Wandsbek hatte die Bronzeplastik 2006 aufgestellt. Es war ein weiterer Versuch des Ausblendens, Verdrängens und Vergessens eines unerfreulichen Aspektes der Stadtteilgeschichte. Wie funktionierte der transatlantische Handel mit versklavten Menschen, der Schimmelmann sehr reich und Wandsbek zu einem florierenden Marktplatz für Baumwolle, Schnaps und Schokolade machte? Zwischen Rathaus, Schlossgarten und dem jüdischen Friedhof Kattunbleiche stoßen wir auf weitere Zeugnisse der kolonialen Vergangenheit und gehen der Frage nach, wie heute mit ihr umgegangen wird.
Termin: So 21. Oktober, 13 Uhr, Treff: Christuskirche/Wandsbeker Markt, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Leitung: Kathrin Treins und Millicent Adjei (Vorsitzende des Afrikanischen Bildungszentrums Arca e.V.), Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL

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Koloniale Echos in der HafenCity

Rundgang_Kosmopolit_Baumwall_AlternativeDer Stadtrundgang “Die HafenCity zwischen kosmopolitischem Flair und kolonialen Echos” führt vom Baumwall über die Elbphilharmonie bis zum Überseequartier. Die Tour am Sonntag, den 16. September 2018 beginnt um 17 Uhr an der U-Bahnstation Baumwall, Ausgang Elbphilharmonie. Die HafenCity möchte ein weltoffenes, internationales Flair vermitteln. Gleichzeitig stehen die Namen vieler Plätze, Straßen und Gebäude für ein eurozentristisches Weltbild. Diese rückwärtsgewandte Namensgebung in einem modernen Stadtteil vertieft die historische Trennung zwischen Norden und Süden. Sie setzt eine Art des Erinnerns und Gedenkens im öffentlichen Raum fort, die die Geschichte des Globalen Südens ignoriert und sie als »Überseehandel« verklärt.

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Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Sonntag, den 19. August 2018 um 13 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäusser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses |Dauer: 2 Std. | Teilnahme: 7/5 € | Leitung: Mina Ringel | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

Erinnerung an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

Cover-1Die Initiative für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân lädt zur Kundgebung ein: Am 18. August 2018 um 16 Uhr in der Halskestraße 72 in Hamburg-Billwerder erzählt sie gemeinsam mit Angehörigen, Überlebenden des Anschlages und Freund*innen von Châu und Lân ihre Geschichte und spannt den Bogen zu aktuellen Themen rund um Erinnerungspolitik, Flucht und Rechtsterrorismus. Mit einer buddhistischen Gebetszeremonie und einer Schweigeminute wird der Toten gedacht. Sie kamen 1980 bei einem rassistischen Brandanschlag der rechtsterroristischen “Deutschen Aktionsgruppen” ums Leben. Bringt gern Blumen mit. Es gibt wieder eine gemeinsame Anfahrt für alle, die sich nicht allein in das Gewerbegebiet aufmachen wollen: Treffpunkt ist um 15.15 Uhr vor der S-Bahn Sternschanze, um die S21 um 15.29 Uhr zu nehmen. Weitere Informationen: https://inihalskestrasse.blackblogs.org/

Altona im atlantischen Menschenhandel

objekt8a1aAm 24. Juni 2018 um 15 Uhr startet der Stadtrundgang “aus Baltimore Toback, aus Surinam Kaffee, aus Afrika Gummi”* – Altona im atlantischen Menschenhandel in der Alten Königstraße 5, vor dem Laden des Zigarrenmachers (S-Bahn Königstraße). Prächtige Elbparks, herrschaftliche Villen, repräsentative Kontorhäuser, rentable Manufakturen und einträgliche Schiffswerften gehörten zur Lebenswelt der global agierenden Kaufmänner in Altona. Wir begeben uns auf die Spuren der großbürgerlichen Kolonialhandelsherren und Menschenhändler. Wir werfen einen prüfenden Blick auf Warenströme und Handelsbilanzen, ebenso auf die Biographien zwischen hochtönenden Revolutionsideen hier und skrupellosen Geschäftspraktiken in Übersee. Wir spüren den Schicksalen derjenigen nach, die dabei versklavt und kolonisiert wurden und derjenigen, die gegen das koloniale Unrecht aufstanden.

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APPEAR

APPEAR-FLYERUEdutainment & Networking: A space for cultural exposure and abstracted thoughts! APPEAR stands for Contemporary Creativity from an African perspective.  APPEAR combines Design, Fashion and Literature. The APPEAR edutainment event by Arca e.V. and Fashion Africa Now will take place 11. and 12. May 2018, Bismarckstr. 98 (Hoheluft-West), Hamburg. With (inter alia): Buki Akomolafe, Ngozi Schommers, Diana Ejaita, Dr. Natasha A. Kelly, Daniel Obasi, Oumar Atokossa Mbengue. For more information please see www.arca-ev.de/appear-edutainment-networking/

 

Ovaherero and Nama Congress

quo-vadis_nColonial Amnesia: Quo vadis, Hamburg? The Ovaherero and Nama Genocide and Hamburg’s Colonial History: From April 5th to 8th, on the MS Stubnitz and in the University of Hamburg, the 2. Transnational Herero and Nama Congress takes place with organizations from Namibia, USA and other countries. There will be also a demonstration and remembrance protest on April 8th, 2:00 pm at St. Michael’s Church. Hosting organisations: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e. V. and Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg and in cooperation with: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL, Afrikanisches Bildungszentrum e. V., Ovaherero Genocide Foundation, Nama Genocide Technical Committee, OvaHerero, Mbanderu and Nama Genocides Institute and Berlin Postkolonial e. V.
Flyer-english [pdf] and Flyer-deutsch [pdf] 
Further information: https://colonial-amnesia-quovadishh.eu and twitter.com/QuoVadisHamburg and Interview with Jephta Nguherimo (Ovaherero/Mbanderu and Nama Genocide Institute, ONGI, USA) and www.hamburg-global.de