Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, den 13. September 2019 um 17 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses | Dauer: 2 Std. | Teilnahme: EUR 15, ermäßigt EUR 12, min. EUR 7 | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

Historische Verflechtungen

neuengammeRassismen und Antisemitismus im (nach-)kolonialen und nationalsozialistischen Deutschland: Welche Verbindungen lassen sich zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus ausmachen? Welche Bedeutung hatten koloniales und rassistisches Denken und Handeln im (nach-)kolonialen und im nationalsozialistischen Deutschland, und in welchem Verhältnis standen sie zum Antisemitismus? Am Beispiel verschiedener historischer Forschungsprojekte diskutieren Dr. Felix Axster (TU Berlin), Dr. Manuela Bauche (FU Berlin), Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) und Dr. Stefan Petke (Historiker, Berlin) über verflechtungsgeschichtliche Perspektiven auf Rassismen und Antisemitismus. Es moderiert Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme). Freitag 21. Juni 2019, 18 Uhr in der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32–34, Eintritt ist frei. Anmeldung bei studienzentrum@bkm.hamburg.de.

Stadttour: Branntwein, Bibeln und Bananen

BBBStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Sonntag, den 23. Juni 2019 um 10 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der Europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg, das »Tor zur Welt«. Hamburger Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit versklavten Menschen, mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von »Deutschen Kamerunbananen« und vom Kolonialkrieg gegen die Ovaherero und Nama in »Deutsch-Südwestafrika«. Treff: Vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses | Dauer: 2 Std. | Teilnahme: EUR 15, ermäßigt EUR 12, min. EUR 7 | Veranstalter: Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL | Flyer (mit weiteren Stadt- und Hafentouren) [pdf]

Blicke in das postkoloniale Hamburg

Die reichsdeutsche Kolonialzeit dauerte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg. Die Eroberung von außer-europäischen Gebieten und die Versklavung von Menschen reichen jedoch noch weiter zurück als in die scheinbar kurze Periode während der Kaiserzeit. In Hamburg haben Kaufleute und Reedereien viel Geld mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle verdient. Spuren der in Deutschland verdrängten Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden – im Handel, in den Museen, Straßen, Köpfen und Schulbüchern. Nicht selten wird diese Epoche romantisch verklärt und die koloniale Gewalt verharmlost. Wie gehen der Senat, die Behörden und die Kirchen heute mit dem kolonialen Erbe um? Und was fordern Initiativen, die sich für postkoloniale Erinnerungsorte in Hamburg einsetzen? Anke Schwarzer vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial wird diese Fragen auf Einladung der Grünen Jugend Hamburg am Freitag, den 14. Juni 2019 beantworten und darüber berichten, warum die postkoloniale Aufarbeitung Hamburgs so wichtig ist! Weitere Infos: https://www.facebook.com/events/345875379404191/

#JusticeForMbobda

Spendenkampagne auf betterplace zur Aufklärung der Verantwortlichkeiten beim Tod von William Tonou-Mbobda am 21. April 2019 im Universitätsklinikum Hamburg UKE. Am Ostersonntag 2019 wurde der Student durch eine ärztlich nicht beaufsichtigte Zwangsfixierung durch „Sicherheitsmitarbeiter“ der UKE-Tochterfirma KLE gewaltsam getötet. Ein dazu notwendiger Beschluss der Ordnungsbehörde der Stadt Hamburg, geschweige denn ein Beschluss der zuständigen Ordungsbehörde zur Zwangsunterbringung war zum Zeitpunkt der Todesfixierung noch nicht beantragt.

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