Remembering Yaya Jabbie

yayaManifestation 18.02.2018 | 2-4pm | Yaya-Jabbie-Circle (at Park Fiction): Yaya Jabbie* was arrested by the police on the 14th of January 2016 at Hamburger Berg. He was accused of owning 1,65 grams of Cannabis. Four days later he was brought to the prison Hahnöfersand. In the night from the 18th to the 19th of February 2016 Yaya died in his cell. According to the judicial authority he committed suicide. According to the judicial authority there were no signs of a possible danger of suicide. Yaya’s family and friends are left behind without justice, without truth. One day before the day of Yaya‘s annual death, we want to break through this silence and express our grief, our anger and remember Yaya. You can bring flowers if you like. More information: rememberjajadiabi.blackblogs.org
*The original spelling of the name is Yaya Jabbi. In the German system he was documented as Jaja Diabi.

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Black History Month in der VHS

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From Civil Rights to „Black Lives Matter“ – Rassismus und Widerstand in den USA: Die Dozentin und Autorin aus Washington D.C., Elaine Thomas, gibt am 3. Februar 2018 in der Hamburger Volkshochschule einen historischen Überblick. Bereits als die ersten Schiffe mit versklavten Menschen im kolonialen Amerika festmachten, kämpften Afro-Amerikaner*innen für Freiheit und Gleichheit. Die Menschentrennung auf rassistischer Grundlage hat die USA immer wieder an den Rand des Chaos gebracht: Von Sklavenaufständen und dem Bürgerkrieg über den Montgomery Bus-Boykott in den 1950er Jahren bis hin zum Civil Rights Movement, Martin Luther King, dem Voting Rights Act, der Black Panther Party, den Riots in verschiedenen Städten und der aktuellen Bewegung „Black Lives Matter“. Viele Benachteiligungen für Afro-Amerikaner*innen bestehen angesichts des hartnäckigen Rassismus bis heute. Ebenfalls im Rahmen des Black History Months gibt Elaine Thomas am 9. Februar 2018 den VHS-Kurs Afro-American Women Writers – Lesung und Diskussion“. (Foto: privat)

Sound to Leave Uranium in the Ground

Atomenergie braucht Uran. Importierter Yellow Cake wird auch in Deutschland verarbeitet. Das Uran wird in vielen Ländern unter menschenfeindlichen wie umwelt- und gesundheitsschädlichen Bedingungen aus der Erde geholt. Nun will auch Tanzania mit russischen Konzernen in den Uranbergbau einsteigen. In Hamburg werden Aktivisten aus Tansania am 27. September im Rahmen einer Infoveranstaltung berichten. Anthony Lyamunda (CESOPE) und Wilbert Mahundi (TMMTF/TUAM) berichten über Fakten und Folgen, das Anti-Atom Büro Hamburg moderiert, das Musikvideo Hatutaki zelebriert seinen 1. Geburtstag und es gibt entspannte Livemusik. Vor einem Jahr wurde das Video „Say no to uranium mining in Tanzania“ von Hatutaki – Wakazi feat. Sophie & the Harmonies veröffentlicht. Sophie Filip ist an der Organisation dieses Abends beteiligt. 27. September ab 19:30 Uhr im El Brujito, Amundsenstraße 25, Hamburg-Altona Continue reading

Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

IMG_6814Gedenken heißt, bei den Opfern innezuhalten, ihnen Namen, Gesicht und Geschichte zurückzugeben, sie als Subjekte und Individuen in den Blick zu nehmen, sich an ihre Seite und die der Angehörigen und Überlebenden zu stellen. Im Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân lädt die Initiative zum Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân auch dieses Jahr zu einer Kundgebung in der Halskestraße 72 am Sonntag, den 27. August 2017 um 16 Uhr ein. Die beiden jungen Männer kamen im Frühjahr 1980 nach ihrer Flucht aus Vietnam nach Hamburg und wurden in der Halskestraße 72 untergebracht. Am 22. August 1980 fand auf die Unterkunft ein Brandanschlag statt, den beide nicht überlebten. Die Täter waren im bundesweit agierenden Nazinetzwerk „Deutsche Aktionsgruppen“ organisiert. Dies war der erste dokumentierte rechtsterroristische Anschlag nach der Nachkriegszeit und nicht der letzte, wie Rostock-Lichtenhagen, Mölln oder die Morde des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zeigen. Continue reading

Hafenrundfahrt: Das Tor zum Weltreich

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Literatur und Dokumente zum deutschen Kolonialismus gibt es auf der Hafenrundfahrt am Samstag, den 26. August 2017 um 16 Uhr. Kakao aus Kamerun, Kupfer aus Namibia, Kopra aus Samoa: Hamburgs Freihafen mit der Speicherstadt war die Drehscheibe des deutschen Kolonialhandels, an dem vor allem Hamburger »Pfeffersäcke« verdienten. Widerstand gegen die Kolonialherrschaft wurde blutig bekämpft: Vom Hamburger Baakenhafen gingen seit 1904 die Truppentransporte nach Afrika, um die antikolonialen Aufstände in Namibia und Deutsch-Ostafrika niederzuschlagen. Treff: Anleger Vorsetzen/City Sporthafen Zugang von U-Baumwall, Ausgang Überseebrücke | Dauer: 1,5 Stunden | Teilnahme: 13 Euro, ermäßigt 11 Euro | Veranstalter: Hafengruppe Hamburg | Weitere Touren 2017: Hafen- und Stadttouren 2017 Flyer [pdf] Foto: Am Baakenhafen Hamburg (Foto: asr)

Sankofa – Altona in der Karibik

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2017 jährt sich zum hundertsten Mal der Verkauf der drei dänischen Jungferninseln an die USA; die einheimische Bevölkerung wurde dabei nicht gefragt. Die drei US Virgin Islands und Dänemark begehen das Ereignis mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen. Eine kontroverse Debatte über eine Entschuldigung Dänemarks für das Leid der versklavten Afrikaner_innen ist entbrannt und wird das Gedenkjahr prägen. Kunstschaffende und NGOs arbeiten an der Idee eines neuartigen, dekolonisierenden Dreiecks der Versöhnung. Die Veranstaltungsreihe SANKOFA – ALTONA IN DER KARIBIK nimmt noch bis September 2017 die 100-jährige Erinnerung zum Anlass, den glokalen Versklavungshandel vor Ort zu debattieren. Dabei gilt das Augenmerk insbesondere den Erinnerungskulturen in den einstigen Kolonien, wozu Expert_innen aus den US Virgin Islands, den USA, aus Dänemark, Trinidad, Ghana und Hamburg eingeladen sind.  Programm: SANKOFA – ALTONA IN DER KARIBIK

Bildungsurlaub Hamburg Postkolonial

cropped-p1030680.jpgDie Volkshochschule Hamburg bietet in Kooperation mit dem Bildungsbüro Hamburg im September 2017 den Bildungsurlaub “Auf den Spuren deutscher Kolonialherrschaft” an. Eine Woche mit vielen Exkursionen, Diskussionen und Filmen erwartet Sie und euch. Die deutsche Kolonialzeit dauerte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg. Die Eroberung von außer-europäischen Gebieten und die Versklavung von Menschen reichen jedoch noch weiter zurück als in die scheinbar kurze Periode während der Kaiserzeit. In Hamburg haben Kaufleute und Reedereien viel Geld mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle verdient. Spuren der in Deutschland verdrängten Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden – in den Museen, Straßen, Köpfen und Schulbüchern.

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