Kostenloses Seminar für Geflüchtete und andere Neu-Hamburger_innen

13161792_270467283289579_8644309787845296288_oAn zwei Wochenenden im September bietet der Volkhochschulverein Hamburg-Ost und die Volkshochschule Hamburg ein kostenloses Seminar für Geflüchtete und andere Neu-Hamburger und Hamburgerinnen mit Deutsch als Zweitsprache (Sprachniveau A2) an. Es geht um das Ankommen in Hamburg und das Kennenlernen der Stadt mit vielen Ausflügen, Stadtrundgängen, Filmen und Gesprächen. Das Seminar findet vom 2. bis 4. September und vom 9. bis 11. September 2016 im Karolinenviertel, VHS-Haus Dr. Alberto-Jonas, Karolinenstraße 35 statt. Continue reading

Manga-Bell-Weg in Ohlsdorf

Emily-Rudolf-MangaBellHamburg war mit Berlin eine der deutschen Kolonialmetropolen und besitzt neuerdings die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“. Was würde eine Dekolonisierung des Hamburger Stadtraums für Ohlsdorf bedeuten? Das fragen die Willi-Bredel-Geschichtswerkschaft und der Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL. Am 23. Juni 2016 ab 18.30 Uhr laden sie zur Veranstaltung “Warum der Woermannsweg in Manga-Bell-Weg umbenannt werden sollte” [pdf] ein. Sie beginnt mit einer Stadtteiltour rund um den Justus-Strandes-Weg und den Woermannsweg/-stieg. Außerdem steht ein „Markt der Informationen“ über deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun, antikolonialen Widerstand und Hamburgs Dekolonisierung auf dem Programm. Continue reading

Enough is Enough – Yeter Artık

Frontpage Plakat-1Demonstration in Gedenken an Jaja Diabi und gegen Polizeigewalt, rassistische Behandlung, Kontrollen und Inhaftierung am 18. Juni 2016 um 13 Uhr ab Park Fiction. “Wir sind solidarisch mit der Familie und demonstrieren in Gedenken an Jaja Diabi, der im Alter von 21 Jahren am 19. Februar 2016 in der Haft gestorben ist. Wir sehen die Verantwortung für seinen Tod bei diesem System und seinen Vertreter_innen, denn er starb nach einer Festnahme durch die Polizei und in den Mauern der deutschen Justiz. Es muss aufhören, dass massenhaft rassistische Kontrollen durchgeführt werden, Menschen in Gefängnisse gebracht werden und gar dort sterben”, heißt es in dem Aufruf [pdf], den zahlreiche Gruppen unterstützen. Den Aufruf auf englisch, französisch, türkisch und arabisch gibt es bei Auslända conneXion.
Am 14. Januar 2016 wurde Jaja Diabi auf dem Hamburger Berg aus nichtigen Gründen und rassistischen Vorurteilen von der Polizei festgenommen. Vier Tage später, am 18. Januar, wurde er von der U-Haft an der Holstenglacis nach Hahnhöfersand verlegt. Genau einen Monat später, am 19. Februar, einen Tag vor seiner Entlassung, ist Jaja Diabi tot. Continue reading

Branntwein, Bibeln und Bananen

ladenStadtrundgang zu Hamburgs Kolonialgeschichte: vom Rathaus über den Hafenrand bis zum Bismarck-Denkmal am Freitag, 10. Juni 2016 um 16 Uhr. Keine andere Stadt in Deutschland hat von der europäischen Kolonialexpansion so stark profitiert wie Hamburg. Kaufleute und Reedereien verdienten viel Geld mit Sklaven, Palmöl, Schnaps und Baumwolle. Die Spuren aus der Zeit des Überseehandels und der Kolonialmetropole sind noch heute zwischen City und Hafenrand zu finden: Die Börse, Kontorhäuser, Kirchen und Denkmäler erzählen Geschichten von eurozentristischen Weltbildern, von Schnapsexporten nach Afrika, von “Deutschen Kamerunbananen” und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in “Deutsch-Südwestafrika”. Der Rundgang zeigt auch, wie unreflektiert Hamburg mit seiner Kolonialvergangenheit umgeht.
Treff: vor dem Haupteingang des Hamburger Rathauses, Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahme: EUR 9, ermäßigt EUR 5, Leitung: Kathrin Treins, Veranstalter:  Arbeitskreis HAMBURG POSTKOLONIAL. Weitere Infos und Termine: Hafen- und Stadttouren Programm 2015 [pdf]

Kolonialwaren von der Süderelbe

hafenrundfahrt2016_bannerEinmalige Gelegenheit in diesem Jahr: Hafenrundfahrt „Vom Kautschukballen zum Container – Kolonialwaren von der Süderelbe” der Hafengruppe Hamburg am Sonntag, den 5. Juni 2016 um 15 Uhr. Die Barkasse schippert zwischen Harburger Binnenhafen, Altenwerder und Wilhelmsburg. Rund um den Harburger Binnenhafen siedelten sich im 19. Jahrhundert zahlreiche Industriebetriebe an, die sich auf die Verarbeitung kolonialer Rohstoffe wie Palmöl, Kautschuk und Elfenbein spezialisierten. Heute prägen Erdölraffinerien, Getreidesilos und Containerterminals die Landschaft zwischen Süderelbe, Köhlbrand und Reiherstieg. Die postkoloniale Hafenrundfahrt folgt den Spuren von Kolonialismus und Globalisierung und fragt nach dem Preis des Fortschritts. Continue reading

Uranabbau in Tansania stoppen

Anthony-Lyamunda-CESOPEAm Mittwoch, den 1.6.2016 um 19 Uhr berichtet Anthony Lyamunda (CESOPE) in der W3 über den geplanten Uranabbau in Tansania und den Widerstand dagegen. Nach den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) haben sich die meisten Länder von der Atomkraft abgewendet. Um so aggressiver versuchen gerade russische Konzerne weltweit ein Comeback der Atomkraft zu forcieren. Ein Abkommen zwischen dem russischen Handelsministerium und der tansanischen Regierung über den großflächigen Uranabbau im Selous Nationalpark ist weit fortgeschritten und steht kurz vor der Unterzeichnung.
Der Sprecher der Umweltorganisation CESOPE (Civil Education is the Solution for Poverty and Environmental Management) und Elektroingenieur, Anthony Lyamunda, berichtet über die drastischen Folgen für die Umwelt, den dieser Urantagebau für eines der größten und wichtigsten Naturschutzgebiete Ost-Afrikas, den Selous Nationalpark, haben würde. Er spricht auch darüber, welche dramatischen Auswirkungen dieses Projekt für die Bevölkerung hätte, und wie sich der Widerstand dagegen organisisert. Continue reading

“This gate is not open to everybody”

IMG_7277-200x300-What does Hamburg mean to you? What is the “gateway to the world”?: In order not to talk about Hamburg´s citizens, but to talk with them about Hamburg´s colonial legacy, Tania Mancheno interviewed people who shape the social, political and cultural life of our city. She is scientific associate in the Research Centre “Hamburg‘s (post-)colonial legacy/Hamburg and early globalization” of the University of Hamburg. The outcome is an audio-walk through our city, which  documents various perspectives and experiences. The series started with the interview with LaToya Manly-Spain, a musician, artist, politician and activist living in Hamburg. Foto: Alexander Gischler CC-BY-NC-SA 4.0