Politisches Denken und kritisches Bewusstsein

Das politische Rahmenprogramm zum ALAFIA-AFRIKA FESTIVAL 2021 bietet an vier Tagen wichtige Vorträge, Lesungen und Workshops.  Es wurde in Zusammenarbeit mit der BLACK Community Coalition for Justice & Self-Defence organisiert und findet vom 1. bis zum 5. Oktober 2021 im AFROTOPIA am Biedermannplatz 19 in Hamburg statt.

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DaZ-Bildungsurlaub Hamburg Postkolonial

DSC00996Der Bildungsurlaub vom 30. August bis 3. September 2021 richtet sich an alle Menschen mit Deutsch als Zweitsprache (ab B2), die mehr über die deutsche und Hamburger Geschichte lernen und sich mit aktuellen Fragen rund um die Folgen der Kolonisierung beschäftigen möchten: Die Kolonialzeit im Deutschen Reich dauerte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg. Die Eroberung von Ge-bieten außerhalb Europas (u.a. im heutigen Namibia, Tanzania, China, Samoa, Togo und Kamerun) und die Versklavung von Menschen reichen jedoch noch weiter zurück als in die kurze Periode während der deutschen Kaiserzeit. Spuren der Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden – im Handel, in den Museen, Straßen und Schulbüchern. Wie gehen der Senat, die Behörden und die Kirchen heute mit den kolonialen Spuren um? Und was fordern Initiativen, die sich für eine Dekolonisierung in Hamburg einsetzen? Wir diskutieren, sehen Filmausschnitte und besuchen Orte in Hamburg, die mit der Kolonisierung in Verbindung stehen. Auch mit Rassismus heute und der kolonialen Gegenwart, zum Beispiel in der Sprache, werden wir uns beschäftigen. Continue reading

Weitere “Entdecker” in der HafenCity

Im Jahre 2021 weiht die Stadt Hamburg einen Amerigo-Vespucci-Platz ein! Das Geschichtsbewusstein von vorgestern setzt sich in der Stadt von morgen fort. Am 4. Juni spricht Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher an dem großen und zentralen Platz in der HafenCity. Der Arbeitskreis Hamburg Postkolonial kritisiert die Namensgebung: “Keine Glorifizierung von Welteroberern in der HafenCity”_[pdf]. Der Platzname soll den Konquistadorund Menschenhändler Amerigo Vespucci (1454 -1512) würdigen. Millicent Adjei aus dem Arbeitskreis Hamburg Postkolonial ist entsetzt über den anhaltenden kolonialen Habitus der Hafenstadt Hamburg: „Es reicht mit der Verherrlichung und Romantisierung von Kolonialmördern in Hamburgs Stadtbild! Diese Fortsetzung von Ignoranz und Arroganz zeigt mir, dass es Hamburg nicht ernst meint mit der Aufarbeitung seines kolonialen Erbes.“

Digitaler Kongress – Antifaschismus 2021

Foto: Cana Bilir Meier

Unter dem Titel Antifaschismus 2021: Komplexe Erinnerung – Komplexe Strategien – Multiperspektivische Praxis verbinden sich aktivistische, wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven mit den Expertisen von Betroffenen rechter Gewalt. Gemeinsam gehen sie Fragen nach kollektivem Erinnern, öffentlichen Raumnahmen, selbstreflektiertem Aktivismus, intersektionalen Zusammenhängen sowie den deutschen Realitäten und Hamburger Zuständen nach. In dem digitalen Kongress im Rahmen des Projekts Kein „Einzelfall“. Rechtsradikale Realitäten in Deutschland bieten Kampnagel, die Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg und das Metropolis Kino am 16. und 17. April 2021 einen Raum, in dem diese Fragen gestellt, bisherige Praxen kritisch bewertet und zukünftige entwickelt werden können. Beleuchtet werden auch Aspekte rund um die „richtige“ Praxis, nach Inklusivität und Multiperspektivität der eigenen aktivistischen Zusammenhänge sowie nach Formen von Solidarität und Allyship jenseits der gesamtgesellschaftlichen Machtverhältnisse.

Hässlichkeit verlernen…

happylandDer koloniale Blick reduziert die Welt auf eine Weltsicht. Die Veranstaltungsreihe “Ansätze zur Dekolonisierung der Gegenwart“ beleuchtet die Auswirkungen dieser eingeschränkten Sicht auf unseren Alltag – in Bildung, Kunst und im öffentlichen Raum – und zeigt Möglichkeiten für alternative Erzählungen auf.  Die Veranstaltungreihe von umdenken, Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg findet im MARKK, Museum am Rothenbaum, statt. Am 26. Februar 2020 um 18 Uhr trägt die visuelle Künstlerin Moshtari Hilal ihren Vortrag “Hässlichkeit verlernen – von künstlerischer Praxis und kolonialer Sehgewohnheit” vor. Es gibt ein anschließendes Gespräch mit Wendy Shaw, Professorin am Kunsthistorischen Institut der freien Universität Berlin. Einritt ist frei. (Bild von Moshtari Hilal)

Remember Yaya Jabbi

28168611_10157674712384852_7538338214003292239_nAm 19. Februar 2020 um 18 Uhr findet eine Kundgebung in Gedenken an Yaya Jabbi am Yaya Jabbi Circle (Park Fiction) statt. Vor 4 Jahren geriet Yaya Jabbi auf St. Pauli in eine rassistische Polizeikontrolle.
Wegen des vorgeworfenen Besitzes von 1,65 Gramm Cannabis landete er im Knast, wo er in der Nacht vom 18. auf den 19. Februar 2016 verstarb.
Noch immer sind in St. Pauli rassistische Polizeikontrollen, Ingewahrsamnahmen und Knast wegen des Besitzes von Kleinstmengen Cannabis an der Tagesordnung. Das Problem heißt Rassismus!